Jenseitsmedium Silke Barth
  Jenseitsmedium  Silke Barth
Daniel
Daniel war ein Wunschkind und wurde in der 37. SSW nach einem Blasensprung geboren. Alle Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt waren unauffällig und alles schien ganz normal und in Ordnung zu sein. Eine unauffällige Schwangerschaft, so wie jeder sich das wünscht. Alkohol, Drogen oder andere Erbkrankheiten gab es in unserer Familie nicht. Wir freuten uns auf unser 2. Kind. Janine war gerade mal 22 Monate alt, als er kam. Also ein super Altersunterschied, so wie es auch geplant war. Nur leider gehen Pläne manchmal nicht so ganz auf, wie wir uns das vorstellen. Die Geburt an sich verlief sehr schnell und war super leicht. Nachdem das Baby abgenabelt wurde, fiel den Ärzten auf, dass er sehr klein war. 45cm, 1970gr. Und 30cm Kopfumfang ist für dieses Stadium der Schwangerschaft viel zu wenig. Als ich fragte: "Was ist es denn?", konnten die Ärzte mir keine Antwort geben. Ich setzte mich etwas weiter auf, konnte dieses kleine nackte Baby zwischen meinen Beinen liegen sehen und sah eindeutig die Hoden :-) Also legte ich mich zurück und freute mich über meinen Jungen. So, nun hab ich meine 2 Kinder und dachte mir noch: Ich habe meine Familienplanung abgeschlossen, die Armen, die nach 2 Kindern erst Halbzeit haben, ich muss nie wieder :-) Naja, frisch entbunden will wohl keiner mehr freiwillig ...
Nachdem ich meinen Kleinen in die Arme gelegt bekommen hatte, kam er mir total blau vor, und ich sagte das dem Arzt. Sie hörten ihn ab und waren leider mit den Herztönen nicht ganz so zufrieden. Der Kinderarzt beschloss, ihn mit auf die Kinderstation zu nehmen und ihn da nochmals richtig gründlich zu checken. Ich machte mir eigentlich keine großen Sorgen, da ja in der Schwangerschaft alles laut Ärzten ok war. Ich lag noch im Kreissaal, die Hebammen tuschelten, das war seltsam. Keiner sagte mir, was los ist. Ich spürte, dass irgendetwas faul ist. Nach nicht allzu langer Zeit kam der Kinderarzt und erzählte uns, dass der Kleine ziemlich schnell mit seiner Sauerstoffsättigung absackte und diese nur noch bei 85% lag statt wie sonst um 98-100%. Da der Penis am Hoden seitlich festgewachsen war, dachten sie zuerst auch, dass er nicht wirklich ein richtiger Junge wäre (war er aber im Nachhinein doch laut Chromosomen). Okay, was soll es, kann ja nicht tragisch sein, wenn sie heute schon Geschlechtsumwandlungen machen, ist das ja wohl ein Klacks. Der Darm hat eine Verengung, in wie weit er vielleicht damit Probleme haben wird, wussten sie auch noch nicht. Kommt ja auch öfters vor, dass Babys einen nicht richtig entwickelten Darmausgang haben - kann ja auch nicht so schlimm sein. Zu guter Letzt ist da noch ein seltsames Herzgeräusch, das sie noch genauer untersuchen mussten. Kann nix schlimmes sein, schließlich sagte der Arzt in der Schwangerschaft ja auch immer alles ok, Herztöne sind gut. Ich hörte mir das an, aber konnte nicht reagieren. Dachte mir meinen Teil und machte mir keine wirklich großen Gedanken. Mir war nicht nach Weinen zu Mute, es kam mir vor, als erzählt mir jemand etwas, was nicht mich betrifft.
Heute weiß ich: Ich stand ganz einfach unter Schock. Und da die nichts Genaues wussten, musste man ja auch erstmal abwarten, was genau los ist. Sie wussten nicht, ob der Sättigungswert noch fiel und deshalb wurde er erst einmal beatmet. Er lag in einem Brutkasten mit vielen Schläuchen. Gut, dass die Kinderklinik Im Krankenhaus war, denn ich stand auf und ging rüber auf die Kinderstation, um zu erfahren, was nun passieren sollte. Der Arzt lief mir noch mit dem Blutdruckgerät hinterher und konnte nicht fassen, dass ich so schnell schon wieder auf den Beinen war. Aber mir ging es ja gut. Er lag in einem Brutkasten mit vielen Schläuchen und immer noch konnten uns keine genauen Infos, was los ist und welche Konsequenzen das hat, mitgeteilt werden. Das blieb auch so für knapp 14 Tage. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass (neben kleineren anderen Missbildungen) sein Herz das größte Problem war. Mein Schockzustand war gegen Abend leider wieder weg und ich war nervlich am Ende. Ich ging vom Schlimmsten aus und verabschiedete mich schon mal von meinem Baby. Da ich glaubte, dass er noch heute sterben würde. Ich machte mir Vorwürfe, wie ich nur so egoistisch sein konnte und noch Babys haben wollte. Konnte ich es nicht bei einem gesunden Kind belassen? Ich wollte Leben schenken und habe den Tod gebracht. Ich hasste mich selbst. Ich hatte die folgenden Tage und Nächte immer wieder Heulanfälle und war total fertig. Abends im Bett war es besonders schlimm, da kreisten die Gedanken nur um das eine. Trotz allem versuchte ich mich mit der Situation abzufinden und mein Schicksal anzunehmen. Was blieb mir auch anderes übrig?! Den Kopf in den Sand stecken und in Selbstmitleid untergehen, liegt nicht in meiner Natur. Also war mein einziges Ziel, das Baby mit nach Hause zu nehmen und die Zeit zu genießen, die uns noch bleiben wird. Damit die Schwangerschaft nicht ganz umsonst war und ich wenigstens ein paar Tage ein Baby hatte. Den endgültigen Befund hatten wir erst 14 Tage später. Sie mussten sich mit Ärzten der Mainzer Uniklinik beraten, denn so ein Fall ist noch nie da gewesen und sie waren damit überfordert. Das war eine ewig lange Zeit, in der wir nicht wussten, was überhaupt los ist und vor allem, wie es weitergehen wird. Mal hieß es, er kann heute noch sterben, und mal, er kann maximal das Kleinkindalter erreichen. Ich war mir auch im Klaren darüber, dass je länger er lebt, umso schmerzhafter wird der Abschied und davor hatte ich wahnsinnige Angst, das dann nicht durchzustehen. Also musste ich von vornherein eine "andere" Art von Beziehung aufbauen und mir wirklich jedes Mal, wenn ich ihn ansah, ins Gedächtnis rufen: "Er kann nicht bleiben, er muss wieder gehen, es gibt keine Hoffnung, klammere dich nicht zu sehr an ihn, du musst loslassen können, wenn der Tag X gekommen ist." Schlimm war es auch, allen Leuten zu erzählen, dass mein Baby nicht gesund ist. Da merkt man erstmal, wie viele Leute nachfragen, wenn der Babybauch verschwunden ist. Selbst im Supermarkt an der Kasse! Einfach überall. Ich konnte ja auf die Frage: „Alles gesund mit dem Kleinen?“ (und die Frage kam öfters als bei meiner 1.SSW) nichts sagen, also musste ich erzählen, was los ist. Ich räumte daheim die Babysachen wieder weg, denn er ist laut Ärzten fast schon tot. Der Anblick der Babysachen, die nicht genutzt werden würden, war sehr schmerzhaft und frustrierend. Ich dachte auch, dass es hilft, die Sache zu akzeptieren und anzunehmen, wenn ich " aufräume ".
Daniel litt an einem nicht zu operierenden Herzfehler. Seine Gefäße waren nur sehr schwach ausgebildet. Das Herz war total komplex. Die Aorta lag auf der anderen Seite und eine Vorderkammer war klein und nicht richtig funktionsfähig. Ein Loch war ebenfalls im Herzen. Aber das, was falsch war, wurde durch andere "Fehler " so wieder rum zum Funktionieren gebracht. Anstatt einer Lungenschlagader, die das Blut richtig mit Sauerstoff versorgen kann, gab es nur kleine Äderchen, die sich jederzeit verschließen können. Eine Darmverengung. Ein angewachsener Penis mit zu weit hinten liegender Harnröhre. Der Grund dafür lag an einem Chromosomenfehler. Bei der Befruchtung ist ein Stück des 8. Chromosom abgebrochen. Somit stand fest, dass es keine Möglichkeiten gab, ihn zu operieren, denn Gefäße kann man nicht anderswohin operieren. Die Lebenserwartung war maximal Kleinkindalter. Aber auch das konnte keiner genau sagen. Die Sauerstoffsättigung ging bis auf 70 % in den ersten Wochen runter, was auch ein Sauerstoffmangel im Gehirn verursachte und keiner wusste, in wie weit sich eine Hirnschädigung im späteren Alter dadurch zeigen würde.
Da die Ärzte nichts mehr für ihn tun konnten, außer darauf zu warten, dass er stirbt, war es mein sehnlichster Wunsch, ihn mit nach Hause zu nehmen. Wenigstens so lange uns noch bleibt, ein halbwegs normales Leben führen, nicht jeden Tag ins Krankenhaus zu fahren und letztendlich konnte ihm doch keiner helfen. Etwas wollte ich doch wenigstens noch von meinem Baby haben, wenn er uns schon sehr bald wieder verlassen wird. Ich freute mich auf die Entlassung und die Ärztin bekam Zweifel, ob ich auch wirklich verstand, wieso sie mir das Baby mitgaben. Zum Sterben. An meinem 22. Geburtstag durfte ich ihn mitnehmen. Ich bekam nur ein paar Tabletten mit und den Hinweis, dass er auch ohne Vorwarnung plötzlich tot im Bett liegen kann. Wie auch beim plötzlichen Kinds Tot. Ein Monitor oder Sauerstoffgerät war ebenfalls nicht nötig. Denn sterben wird er ja eh früher oder später! Es war eine wirklich schöne Zeit, er erholte sich schnell und entwickelte sich altersgerecht. Er war wie ein ganz normales Baby. Ab und zu etwas blau um die Lippen und an den Händen und Füßen. Wir waren noch zweimal bei einem Kinderherzspezialisten, der leider uns auch nicht weiterhelfen konnte. Er lehnte es auch ab, irgendetwas zu unternehmen, was nur das ganze Leid in die Länge ziehen würde. Damit würde alles nur viel schlimmer. Eine wirkliche Hilfe oder Etwas, was langfristig die Lebenserwartung erhöht, gab es nicht. Also genossen wir die Zeit, die wir hatten. Versuchten uns mit dem, was kommen würde, auseinander zu setzen. Bloß keine falschen Hoffnungen machen!
Seine große Schwester bekam gleich zu Anfang erklärt, dass Ihr Bruder sehr krank ist und nur zu Besuch bei uns ist. Sie wusste, dass er sterben würde. Da sie noch sehr klein war, nahm sie es auch ganz gut auf und erzählte jedem, dass Daniel uns wieder verlassen würde. Wir fuhren gemeinsam in den Urlaub und lebten wie immer weiter.
Mit 3 Monaten lächelte er mich zum ersten Mal an und er war ein wirklich liebes Baby. Das war auch mit die schönste Zeit, denn von dem Baby kam etwas zurück, ein wunderschönes Lachen, mehr als ich zu hoffen gewagt hatte, damit hatte sich der ganze Kummer schon bezahlt gemacht. Sein Gewicht hatte er nach kurzer Zeit verdoppelt, was bei herzkranken Kindern eigentlich nicht so vorkommt. Die Ärztin war erstaunt über seine tollen Fortschritte.
Mit 5 Monaten jedoch bekam er seine erste Infektion, eine Bronchitis, von der er sich auffallend schnell wieder erholte. Doch leider kam ein paar Tagen darauf die nächste. Sein Zustand verschlechterte sich. Das Lächeln war vorbei. Ich merkte ganz deutlich, dass es zu Ende ging. Er hatte Schwierigkeiten beim Atmen und aß kaum noch etwas. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und bekam einen Zugang gelegt, über den er seine Medizin bekam. Ich lernte, eine Magensonde zu legen und ihm darüber seine Nahrung zu geben. Das war für ihn nicht so anstrengend, wie etwas zu essen. Schnullern konnte er auch nicht mehr, da er zu wenig Luft bekam.
So schnell wie möglich nahm ich ihn wieder mit nach Hause. Zu Hause kam es immer öfter vor, dass sein Körper die Nahrung einfach nicht mehr wollte, und er spuckte in hohem Bogen das Essen wieder raus. Die Hoffnung, dass es noch einmal besser werden würde und das unvermeidbare Ende doch noch nicht jetzt kommt, ging leider verloren. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer und innerlich merkte ich, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis er sterben wird. Ich weiß noch, wie sie ihn mal im Krankenhaus quälten, um ihm eine Infusion zu legen. In der Hand und in die Ärmchen kamen sie nicht rein, weil die Adern zu dünn waren. Also hielten sie ihn fest und stachen mehrmals vergebens in den Kopf. Auch da waren einfach die Adern zu dünn oder platzten, wenn sie die Kanüle einschoben. Sie wunderten sich noch und sagten, wie viel Kraft der Kleine trotz allem doch hat. Er weinte und ich stand dabei und konnte ihm nicht helfen. Am liebsten hätte ich ihn genommen und wäre nach Hause gefahren, aber leider hatte ich damals nicht den Mut, mich dem zu widersetzen. Denn was brachte das ganze eigentlich????????? Ich dachte halt, die können ihm vielleicht doch irgendwie helfen.
Heute würde ich vieles anders machen. Im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer. Später kam eine andere Schwester und bei der saß die Kanüle auf Anhieb! Aber es wurde nicht besser, bei jedem Atemzug schnappte er nach Luft und es wurde täglich schlimmer. Ich konnte ihn wieder mitnehmen. Am letzten Tag fuhr ich mit ihm zur Kinderärztin, die nun endgültig sagte, dass er die Nacht nicht überleben wird und seine Atmung jede Minute schlechter wird. Da ich selbst nicht in der Lage war zu fahren, rief sie einen Krankenwagen, der uns in die Kinderklinik brachte. Während sie draußen alles organisierte, sprach ich mit Daniel und hatte noch die Möglichkeit, mich zu verabschieden. Ich konnte ihn nicht auf den Arm nehmen, denn das wäre zu schmerzlich gewesen. Und die Angst, dass er in meinen Armen stirbt, war unerträglich.
Heute finde ich das sehr schade, denn ich war bestimmt nicht der einzige von uns beiden, der Angst hatte. Damals war es eine Art Schutzhaltung. Sie besprach alles mit dem Notarzt und der fragte unterwegs noch, ob wir denn auch alles versucht hätten und ob ich mir wirklich sicher bin, dass wir ihn nicht reanimieren sollten, wenn er aufhört zu atmen. Das war meines Erachtens so was von überflüssig, und die Art und Weise, wie er mir das vorwurfsvoll unterbreitete, war das Allerletzte. Ich war auch so schon fertig genug! Wir fuhren ins Krankenhaus, weil es mir wichtig war, ihm das Sterben so leicht wie möglich zu bereiten und ich Angst hatte, alleine daheim mit einem toten Baby zu sein. Mit Morphin kann man ihn in einen Dämmerzustand versetzen und so ihm das Sterben erleichtern. Die Ärzte im Krankenhaus kannten uns und waren sehr nett. Um kurz nach 17 Uhr machte er seinen letzten Atemzug und er war so friedlich, wie er da lag. Kein lautes Ringen mehr nach Luft , keine Schmerzen, keine Anstrengung und keine seltsamer Blick mehr. Kurze Zeit danach kam die Schwester mit der Morphin Spritze - zu spät!
Es war, als würde ein riesen Stein von einem fallen. Es war eine Erlösung. Nun hatte er endlich seinen Frieden gefunden. Eine innere Ruhe überkam mich, nun ist es vorbei, die Schmerzen, das Leid gehören der Vergangenheit an. Er ist an einem anderen besseren Ort, da, wo er vor wenigen Monaten noch war - herkam. Unterstützung, um das alles irgendwie zu verarbeiten, gab es nicht. Keiner im Krankenhaus war für die Eltern zuständig. Die lassen Dich einfach stehen.
Die Zeit danach, das Warten auf die Beisetzung war auch eine schlimme Zeit. Einmal fuhr ich mit meiner Tochter ins Schwimmbad und kam am Friedhof vorbei, wo ich wusste: Hier hinter dieser Mauer liegt Dein Baby. Ich könnte ja jetzt da rein gehen und fragen, ob ich ihn noch einmal sehen kann. Ich tat es nicht - weil ich damals dachte, das macht man nicht. Heute weiß ich, dass viele Mütter bis zur Beerdigung noch mal ihr Baby besuchen. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt, nur Omas und Opas waren dabei. Wir hatten auch keine Trauerfeier, denn das wäre für mich nicht zu überstehen gewesen, wenn da einer was über mein Baby erzählt. Da kommt ja alles wieder hoch.
Die Tage danach verliefen besser als erwartet. Nun war ich ganz versessen drauf, erneut so schnell wie möglich ein Baby zu bekommen. Einen Tag danach lies ich die Spirale ziehen und dachte, dass ich genauso schnell wieder schwanger werde würde wie sonst auch. Doch da hatte ich mich gewaltig getäuscht. Es wollte einfach nicht klappen. Ich wurde von Monat zu Monat frustrierter und versessener darauf. Meine Frauenärztin, die alles wusste, versuchte mit Tabletten und Eisprungkontrolle zu helfen, doch es war nur Stress! Meine beiden Freundinnen bekamen gerade ihren 2. Nachwuchs und ich stand ohne da. Ein blödes Gefühl.
Nach 6 Monaten musste ich zum Neurologen wegen meiner Kopfschmerzen und die hörte sich meine Vorgeschichte an und empfahl mir das Buch: „Wenn die Seele nein sagt“. Ich verschlang es und mir wurde bewusst, dass ich mich nicht selbst mit einer neuen Schwangerschaft austricksen konnte. Erst wenn genug Tränen geflossen sind...stand da in dem Buch und ich muss sagen, es stimmt auch. Ich hatte ein paar Tage, wo ich noch mal fertig war und mich alleine kräftig ausheulte, die Trauer und den Schmerz zu lies. Es tat gut zu lesen, dass es total normal ist, so zu empfinden. Ich sagte meiner Frauenärztin, dass ich nicht mehr die Kraft habe, mich um eine neue Schwangerschaft zu bemühen und dann jedes Mal total deprimiert bin, wenn ich doch meine Periode habe. Ich setzte die Behandlung und die Tabletten ab. Fühlte mich befreit und war einen Monat später schwanger!
Am 24.07.97 bekam ich ein kerngesundes Mädchen und am 28.03.2001 ebenfalls ein gesundes Mädchen. Nun ist die Familienplanung komplett und ich bin froh, noch mal den Mut gehabt zu haben, mich auf ein neues Abenteuer Schwangerschaft und Geburt einzulassen. Trotz allem ersetzte kein weiteres Kind meinen Daniel. Aber es linderte in einer gewissen Art und Weise den Schmerz. Selbst nach jetzt 7 Jahren ist der Schmerz noch nicht weg, es ist wie eine Welle, die ab und zu wieder kommt und geht. Ich denke jeden Tag an die Zeit zurück und freue mich, wenn ich an sein Lächeln zurückdenke.
Nach 2 Jahren entdeckte ich im Internet die vielen Seiten von ebenfalls Sternenkindereltern und ich las, was anderen Eltern widerfahren ist und wie diese damit umgingen. Das ist genau das, was betroffenen Eltern hilft, Eltern mit dem gleichen Schicksal. Schade, dass es zu wenige Selbsthilfegruppen mit trauenden Eltern gibt. Es wäre für mich damals eine super Unterstützung gewesen. Und deshalb hab ich hier auch meine Geschichte erzählt, für all diejenige, die auch ein Sternekind haben und damit nicht alleine sind. Es gibt viel zu viele Sternenkinder.

Einige Jahre später…
Nach vielen Jahren bekam ich eine Nachricht von einem bekannten Medium aus Schottland, der in Frankfurt auf Tour war. Der Mann kannte mich nicht. Auf einer großen Veranstaltung sagte er plötzlich: „Hier ist ein kleiner Junge, der sehr früh gestorben ist. Er hatte ein großes Durcheinander in seinem Brustbereich. Keiner meldete sich, also hob ich den Finger. Die nachfolgenden Informationen waren unbeschreiblich - selbst über die Geschwister konnte er mir genaue Auskunft geben und viele anderen Details. Selbst, dass alle gerade auf einer Party sind, stimmte. Es gab so viele Beweise... Und das war bei weitem nicht das einzige Medium, das mich auf meinen Sohn aufmerksam machte. Allen, denen ich bisher begegnet bin, sprachen mich auf ihn an. Ich bin natürlich sehr skeptisch, aber da gibt es nichts zu leugnen, es ist Daniel! 

Silke Barth

spirituelles Jenseitsmedium

Reinkarnationsbegleiterin nach Dr. Jan Erik Sigdell

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